Kloster Rehna
Klostermuseum mit der multimedialen Dauerausstellung „Prämonstratenserinnen in Rehna – ein mittelalterliches Kloster in Mecklenburg“

Die Ausstellung führt durch das ehemalige Prämonstratenserinnen-Kloster Rehna. Mehr als 300 Jahre – von der Gründung des Klosters in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts bis zu dessen Auflösung im Jahr 1552 – existierte an diesem Ort ein Frauenkloster. Noch heute atmen die erhaltenen Gebäude Stille und Kontemplation, spürt man die Vergangenheit und den Geist der alten Welt. Die Gebäude und die Ausstellung führen von der Gegenwart bis zurück in die Welt des Mittelalters, in die Lebenswelten, den Glauben und die Architektur jener Tage.
- Sie entdecken in der Ausstellung:
- Ein Kloster in Nordwestmecklenburg – Glaube, Politik und Besitz
- Die Rehnaer Klosteranlage. Gebäude, Räume und Funktionen
- Geistlicher Alltag der Prämonstratenserinnen
- Klosterbau im Mittelalter
- Der Innenraum der Rehnaer Klosterkirche
- Die Außenanlagen des Rehnaer Klosters
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Gestalterfirma „Die Fachwerkler“ in Schwerin.
https://www.fachwerkler.de
Zur Ausstellung entsteht gerade ein Buch im Thomas-Helms-Verlag Schwerin unter dem Titel „Das Kloster Rehna. Eine kleine Kultur- und Baugeschichte“.
https://thv.de/


Alte Ausspanne Walkendorf
Erzähltes und Gesammeltes. Ein Museum für Richard Wossidlo


Wenige Kilometer von Walkendorf entfernt wurde am 26. Januar 1859 der Begründer der Mecklenburgischen Volkskunde auf dem Gut Friedrichshof geboren. In der Walkendorfer Kirche empfing Richard Wossidlo seine Taufe. Er gehörte zu den führenden Köpfen der deutschen Volkskunde des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Der Forscher und Sammler begründete das „Mecklenburgische Wörterbuch“ und entwickelte neue Wege und Methoden der Feldforschung. Seine Sammlung volkskundlich relevanter Objekte bildet den Grundstock der Sammlung des Schweriner Freilichtmuseums für Volkskunde. Wossidlo wurde im 20. Jahrhundert zu einer Ikone der mecklenburgischen Heimatbewegung. Ein enger Bezug zur Sprache, Mentalität und Vorstellungswelt der Mecklenburger machten ihn zu einer der beliebtesten Figuren seiner Zeit.
Dieses Museum möchte ihm ein Denkmal setzen.
https://ausspanne-wossidlo.de/
- Sie entdecken in der Ausstellung die Themen:
- Kindheit – Friedrichshof und Walkendorf
- Schulzeit – Bützow, Kurzen-Trechow und Rostock
- Studienzeit – Rostock, Leipzig und Berlin
- Der Lehrerberuf
- „Notabilia“
- Sammelwanderungen / Feldforschung
- Beiträger
- Sammler und Wissenschaftler
- Sagen – Relikte einer mythischen Vergangenheit?
- Die Heimatbewegung
- Unter der Hakenkreuzfahne
- Der erfolgreiche Forscher
- Die Zettelwand – Googeln vor hundert Jahren
- Wossidlo und die Dinge
- Wörterbuch und Wossidia
- Wossidlo. Zurück ins Volksleben
- Sammeln wie Wossidlo
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Gestalterfirma „Die Fachwerkler“ in Schwerin.
https://www.fachwerkler.de/
Schleifmühle Schwerin
Die Schleifmühle in Schwerin – Technische Schauanlage und Museum


Seit den frühen Jahren des 18. Jahrhunderts steht in Schwerin am Ausfluss des Faulen Sees eine Wassermühle. Sie produzierte zunächst Schießpulver und bald darauf Lohmühle und Graupenmühle. Seit 1757 wurde die Mühle als Steinschleifmühle genutzt. Als Bestandteil der herzoglichen Hofhaltung entstanden Steinarbeiten unterschiedlichster Größen, von kleinen Schmuck- und Kunstgegenständen, über die Ausstattung des Schweriner Schlossneubaues (1845-1857) bis zu großen Denkmalssockeln und den Sarkophagen Herzog Friedrichs (Regierungszeit 1756-1785) und des Großherzogs Friedrich Franz I. (Regierungszeit 1785-1837). Als romantisches Symbol des „alten Schwerins“ überstand die Schleifmühle das 20. Jahrhundert und wurde 1985 als Technisches Denkmal und Museum eingerichtet. Die Ausstellung berichtet über die abwechslungsreiche Geschichte des Ortes von seiner Entstehung bis heute.
https://www.schleifmuehle-schwerin.de
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Gestalterfirma „Die Fachwerkler“ in Schwerin.
https://www.fachwerkler.de/

Die Schwebende Zeit
Die schwebende Zeit – das Jahr 1989/90 zwischen Abschied und Aufbruch in Westmecklenburg
Eine Ausstellung der Stiftung Mecklenburg im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin 2020

Im Hintergrund erscheint die lange Kette von Kerzen vor dem Schweriner Arsenal am Pfaffenteich am 23. Oktober 1989. Im Vordergrund die Tochter des Fotografen beim Ausblasen einer Kerze am darauffolgenden Tag. Ein Sinnbild für eine anbrechende neue Zeit.
Foto: Privatarchiv Petra Kingerske
Wohl kein Jahr in der jüngsten Geschichte unseres Landes war so dicht an Ereignissen wie das Jahr zwischen den Oktobern 1989 und 1990. Es bedeutete den Abschied von der DDR, von Gewohntem und scheinbar für ewig Gemauertem, hin zu einer neuen Welt, von der keiner wirklich wusste, was diese beinhalten würde. Im Osten genau so wenig wie im Westen.
Am 2. Oktober 1989 fand in der Schweriner Paulskirche die erste öffentliche Versammlung des Neuen Forums statt. Genau ein Jahr später, am 3. Oktober 1990, trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Der Alltag in dieser Zeit – der schwebenden Zeit – soll Thema dieser Ausstellung sein. Fotodokumente zeigen Menschen in Euphorie und in Trauer, zeigen Verluste und Gewinne, zeugen von neuen aufregenden Möglichkeiten und Resignation im Angesicht des Vergehens der Idee des Sozialismus.
Der alltagsgeschichtliche Ansatz sollte diese Ausstellung charakterisieren, also die Frage, wie Menschen im Bezirk Schwerin in diesen Zeiten großen Wandels lebten und die „große Geschichte“ erlebten.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Gestalterfirma „Die Fachwerkler“ in Schwerin und wurde nur einen Monat nach ihrer Eröffnung wegen der Coronakrise wieder geschlossen.
https://stiftung-mecklenburg.de/aktuelles/archiv/die-schwebende-zeit-1989-90
Mitarbeit bei Folk in der DDR
Folk in der DDR

„Folk in der DDR“ 2015
Die Ausstellung «Folk in der DDR» beabsichtigte, Umrisse der Folkszene der DDR zu skizzieren. Die Lippmann+Rau-Stiftung für Musikforschung in Eisenach ermöglichte den Kern der Ausstellung, die nunmehr durch die Ergänzung mit vielen Objekten – Instrumenten, Kleidung, Fotos und Plakaten – einen stattlichen Umfang angenommen hat.
Unter Mitarbeit von Wolfgang Leyn (Gründungsmitglied der «Folkländer»), Ines und Jörg Andraczek und Ralf Gehler (Zentrum für Traditionelle Musik am Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß) entstanden interessante Einblicke in ein Musikgenre der DDR.
Folk als musikalisches Genre in der DDR entstand in der Mitte der 1970er Jahre. Die kreative Auseinandersetzung mit musikalischen Traditionen der Volksmusik und des Volksliedes ist essenzieller Bestandteil der Folkmusik. Nach amerikanischen, irischen und auch westdeutschen Vorbildern eifernd, entwickelten sich schnell eigene Stile und die Hinwendung zum deutschen Liedgut, das bald ebenso lebendig und zeitnah klang, wie seine westeuropäischen Verwandten. Die Szene suchte nach historischen Quellen, baute längst vergessene Musikinstrumente nach und entdeckte das Tanzen im Stil der ungarischen Tanzhäuser.
Die Ausstellung wurde unter anderem in Eisenach, Rudolstadt, Stolberg/Harz, Leipzig, Halle, Ilmenau Neustadt/Orla, Frankfurt/Oder, Jena, Cottbus, Ueckermünde, Arnstadt, Erfurt und Bad Hersfeld gezeigt. Im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß erweiterte sie sich durch viele Objekte von April bis Oktober 2015 zu einer größeren Ausstellung.